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Rheinische
Post, 20 März 2004
von Andreas Heimann
Immer mehr Paare
lassen sich in luftiger Höhe trauen
Das Ja-Wort auf dem
Leuchtturm geben
Das Standesamt um die Ecke
ist so manchem Paar zu schnöde für das Ja-Wort. Längst
gibt es Alternativen: Die einen laufen an Bord eines Krabbenkutters
buchstäblich in den Hafen der Ehe ein, andere heiraten in der
Mühle. Wer höher hinaus will, kann auf einen Leuchtturm
klettern: Ob Borkum oder Wangerooge. Pellworm oder Rügen - Möglichkeiten
zur Trauung im Turm gibt es an Nord- und Ostsee eine ganze Reihe.
Mehr als 40 Meter hoch ragt der rot-weiß geringelte Leuchtturm
von Pellworm in den Himmel. "Seit Mai 1998 kann hier geheiratet
werden", erzählt Kapitän Wilfried Eberhard, Leuchtturmführer
und Hochzeitsorganisator auf der Watteninsel südlich von Sylt
und Amrum. Pellworm rühmt sich den einzigen Leuchtturm zu bieten,
der sein Leuchtsignal noch über die See schickt und dennoch über
ein Trauzimmer verfügt.
Auf dem Tischchen für den Standesbeamten sind kleine Fahnen aufgereiht
- die Flaggen der Länder, aus denen die Hochzeitspaare stammen,
die hier geheiratet haben: Neben vielen Deutschen waren auch Frazosen
und Schweden, Griechen und Mexikaner, Norweger und Briten darunter.
Weit mehr als 500 Paare haben sich hier schon das Ja-Wort gegeben.
Nach der Trauung schließt sich eine Führung um die aüßere
Plattform des Leuchtturms an - mit Blick über Pellworm und das
Wattenmeer, über den Strand und die Sandbänke. Zum Abschluss
geht es in das "Hochzeitszimmer" einige Decks tiefer - dort
wird Sekt gereicht. "Der Termin für die Trauung kann idividuell
abgesprochen werden", sagt Eberhard. ........... |
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Date: 29.07.10
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